Montag, 15. März 2010

Chemiker im Kreativitätswahn

Vor zwei Wochen begann unser ABV-Kurs bei der ZEDAT. (Die ZEDAT ist das Rechenzentrum der FU und erledigt sowohl den ganzen Organisationskram, als auch alles was mit Computern und Netzwerken zu tun hat.) Dort hören wir uns jeweils eine Woche lang etwas über den Umgang mit Power Point, InDesign und Photoshop an. Wobei letzteres leider in die Woche der Nachklausuren fällt, die wir mehr oder weniger freiwillig besuchen werden. Und ja, die Themen haben jetzt nicht soooo DEN Chemiebezug schlechthin. Aber dafür sind die ABV-Module (Allgemeine Berufsvorbereitung) ja da.

Das „Anhören“ trifft es vermutlich auch nicht ganz. Nachdem wir nun 3 Semester lang Professoren hatten, für die Didaktik meist ein Fremdwort ist, lehrt uns nun ein „Dozent“. Er und seine 2 „Kreativkoffer“ (gefüllt mit Moderationskarten, bunten Stiften, Tüchern, Bauklötzen und lauter anderem kreativen "Material") scheinen aber nur uns total zu überfordern. Die anderen Teilnehmer (größtenteils Geisteswissenschaftler) scheinen es nicht für lächerlich zu empfinden, wenn man „Gruppenzwang“ oder „Offenbarung“ mithilfe von Bauklötzen darstellt. Vor allem in der Power Point Woche hatten wir viel Spaß mit solchen und ähnlichen Kreativaufgaben und freuen uns immer wieder darüber, dass es für diese Arbeiten doch tatsächlich 5 Leistungspunkte geben soll. Das entspricht der Punktzahl, die wir für das quantitative Praktikum bekommen haben. Und das ging gefühlt ewig… Auch unsere Mathematikvorlesungen brachten uns die gleiche Punktzahl ein…
Mittlerweile können wir sogar einen Satzspiegel in InDesign anlegen, ganz viele tolle Dinge "layouten" und sind nun gerade in der „Verlagsarbeit“. Am Ende des Kurses steht nämlich ein eigen illustriertes Buch als Ziel. Wir werden sehen ob das so funktioniert, wie sich der Dozent das vorstellt…